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Lobbyarbeit für Rumänien

Lobbyarbeit für Rumänien – Auslandsrumänen und ausgewanderte Rumäniendeutsche sollen Bukarest auf dem Weg in die EU unterstützen
Bonn, 24.11.2003, 1120 GMT, DW-radio / Rumänisch

 

Am Samstag (22.11.) fand im Rumänischen Kulturinstitut in Berlin eine Tagung des „Bundes Rumänisch-Deutscher Vereine“ statt. Die Schirmherrschaft hatten das Deutsch-Rumänische Forum und die Rumänische Botschaft in Berlin übernommen. Zugegen waren bundesdeutsche und
 

rumänische Politiker, unter ihnen die Chefs der Regierungsstellen, die sich um die Auslandsrumänen kümmern. Konkret handelt es sich um Staatssekretär Titus Corlatean, den Leiter des Departements für die Auslandsrumänen im Amt von Premier Adrian Nastase, sowie um Botschafter Gabriel Branzaru, den Direktor des Departements für die Auslandsrumänen im rumänischen Außenministerium.

 

Der „Bund Rumänisch-Deutscher Vereine“ mit Sitz in München wurde vor genau einem Jahr gegründet (16.11-2003). Ihm gehören Verbände in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern an. Ziel des „Bundes“ ist es, dazu beizutragen, dass die Mitglieder der rumänischen Gemeinschaften im Zuge ihrer Eingliederung in die deutsche Gesellschaft ihre kulturelle Identität bewahren. Darüber hinaus will der „Bund“ gemeinsame Veranstaltungen auf die Beine stellen, die Vorgehensweise gegenüber deutschen und rumänischen Behörden koordinieren, usw. Zweck der Veranstaltung vom Samstag, an der auch Vertreter der Banater Schwaben und der Siebenbürger Sachsen teilnahmen, war es, Grundsätzliches bei der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Verbänden zu besprechen.

 

In einer Tagungspause gewährte Staatssekretär Titus Corlatean unserem Berliner Kollegen Ernst Meinhardt das folgende Interview.

 

Frage: Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Rumänen, die Rumänien verlassen hatten, wie Fahnenflüchtige, wie Landesverräter
 

behandelt. Mittlerweile hat die Regierung in Bukarest diese Haltung geändert. Wie kam es dazu?

 

Titus Corlatean: Die Auslandsrumänen sind Teil des Rumänentums und es ist nur natürlich, dass uns ihr Schicksal interessiert, so wie es auch natürlich ist, dass sich diese Rumänen für das Schicksal Rumäniens interessieren. Das ist also der Grund, weshalb wir jetzt diese Brücken festigen möchten. Denn eines sollten wir nicht vergessen: Rumänien befindet sich in einem besonderen Augenblick seiner Geschichte. Wir dürfen diese Chance nicht vergeben. Wir stehen vor unserem EU-Beitritt. Das ist ein schwieriger Augenblick. Wir müssen weiter für dieses Ziel kämpfen. Und in Bukarest sind wir der Meinung, dass die Auslandsrumänen sehr viel tun können, um uns zu helfen, um Rumänien zu helfen, damit es in einem erweiterten Europa eine wichtige Rolle spielt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeinem Rumänen gleichgültig ist, welche Bedeutung, welches Gewicht Rumänien in einem erweiterten Europa haben wird.

 

Auslandsrumänen sollen Türen öffnen

 

Frage: Aber wie stellen Sie sich die Hilfe der Auslandsrumänen vor?

 

Titus Corlatean: Die Auslandsrumänen sind im Allgemeinen beruflich und sozial sehr gut in die Gesellschaft integriert. Sie werden sehr geachtet in den Staaten, in denen sie leben. Sie sind Beispiele dafür, dass man Erfolg haben kann. Und es ist wichtig, dass man diese Erfolgreichen besser kennt – sowohl in den Staaten, in denen sie leben, als auch in Rumänien. Deswegen haben wir zum Beispiel ein Projekt des Rumänischen Fernsehens unterstützt, bei dem es darum ging, genau diese Persönlichkeiten zu interviewen und in Rumänien zu zeigen, welch guten Ruf sie genießen. Es ist wichtig, dass die Rumänen in Rumänien diese Beispiele des Erfolgs kennen. Es stimmt, wir sprechen hier von Leuten, die manchmal Traumatisches durchgemacht haben. Aber letztlich ist es ihnen gelungen, sich in die Gesellschaft, in der sie jetzt leben, einzugliedern und trotzdem die Verbindungen mit ihrem Mutterland aufrechtzuerhalten. Es geht also darum, positive Bilder von Einzelbeispielen zu zeigen. Und mit Hilfe dieser Leute soll ein zutreffendes Bild von Rumänien und den Rumänen in den Ländern gezeichnet werden, in denen sie leben. Und nicht zuletzt geht es uns darum, dass die Auslandsrumänen für uns Lobbyarbeit bei Politikern, bei Institutionen in jenen Ländern machen. Solche Lobbyarbeit kann sehr hilfreich für uns sein.

 

Frage: Verstehe ich Sie richtig, wenn ich sage, dass Sie Lobbyarbeit im Hinblick auf das Jahr 2007 meinen, wenn Rumänien gern EU-Mitglied werden
 

möchte?

 

Titus Corlatean: Im Grunde genommen ja. Aber es geht uns auch um eine generellere Lobbyarbeit. Dass Rumänien eine kulturelle, eine historische Tradition in Europa hat, dass es dem europäischen Kultur- und Geistesraum angehört, ist wichtig. Und das muss besser dargestellt werden. Die Rumänen, die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union leben, können auf diesem Gebiet sehr viel tun und uns sehr helfen.

 

„Kulturerbe der Rumäniendeutschen Teil des rumänischen Kulturerbes“

 

Frage: Bisher haben wir die ganze Zeit über Rumänen gesprochen, die in den EU-Staaten leben. Wie ist die Haltung der rumänischen Regierung gegenüber den Deutschen, die aus Rumänien stammen? Ich denke da in erster Linie an die Banater Schwaben und die Siebenbürger Sachsen?


 

Titus Corlatean: Ich möchte nur im Namen meines Departements antworten, weil ich mir nicht eine Botschaft im Namen der rumänischen Regierung anmaßen möchte, obwohl ich überzeugt bin und weiß, dass man dort genauso denkt, wie ich es tue. Ich habe es wiederholte Male gesagt: Das Kulturerbe der Rumäniendeutschen ist Teil des rumänischen Kulturerbes. Darüber hinaus bestehen selbstverständlich natürliche Verbindungen zwischen dem Kulturerbe der Rumäniendeutschen und dem (gesamt)deutschen Kulturerbe. Es ist nur natürlich, dass wir dem Kulturerbe der Rumäniendeutschen aufmerksam gegenüberstehen und dass wir versuchen, diese Identität und dieses Kulturerbe zu bewahren und zu pflegen. Und es ist ebenso natürlich, dass wir die Verbindungen mit den in Deutschland lebenden Deutschen aus Rumänien aufrechterhalten und pflegen. Denn sie achten weiterhin sehr genau auf die Beziehungen zu Rumänien. Und das ist schon etwas ganz Besonderes. Es ist gut, wenn wir diese Verbindungen festigen. Es ist gut, wenn wir die Verbindungen zwischen den Vereinen der Rumänen, der (Banater) Schwaben, der (Siebenbürger) Sachsen in Deutschland festigen, denn zusammen können sie Rumänien in diesem europäischen Wettbewerb, den wir nicht leugnen sollten, weiterhelfen.

 

Museum für Auslandsrumänen und aus Rumänien ausgewanderte Minderheiten

 

Frage: In Bukarest gibt es die Idee zu einem Museum für die Auslandsrumänen. In dem Museum sollen nicht nur die Leistungen der Auslandsrumänen dargestellt werden, sondern auch die Leistungen der nationalen Minderheiten, die aus Rumänien ausgewandert sind. Wie weit sind Sie mit der Planung des Museums?

 

Titus Corlatean: Es ist eine große Idee. In die Sache sind verschiedene Einrichtungen eingebunden, vor allem das rumänische Außenministerium. Wir werden die Sache unseren Möglichkeiten entsprechend unterstützen, damit das Vorhaben Wirklichkeit wird. Es ist wichtig und Sie haben es ja auch gesagt: Es handelt sich um ein Museum sowohl für die Rumänen als auch für die Angehörigen nationaler Minderheiten aus Rumänien. Es wäre gut, dieses Museum zu haben. (me)
 

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